Viele Massnahmen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit sind wunderbar aus dem Büro heraus koordinierbar. Dafür braucht es neben klugen Köpfen in der Regel nicht viel mehr als Stühle, Schreibtische, Telefone und Computer. Doch wie steht es eigentlich um die Büros selbst, wenn es um Wohlbefinden und Nachhaltigkeit geht? Wir geben Ihnen ein paar Tipps, mit denen Sie Ihre Büros gesünder, sozialer und grüner gestalten können.

Wie sitzt es sich bei Ihnen?

Der Bürostuhl stellt einen Schlüsselfaktor für die physische Gesundheit im Büro dar. Noch immer geben über 30 Prozent der Beschäftigten in Schweizer Büros an, dass sie ihren Stuhl nicht als angenehm empfinden (Quelle: SECO & Hochschule Luzern). Dabei sind ergonomische Bürostühle, mit denen gleichermassen die Wirbelsäule als auch der Rumpf gestützt wird, heutzutage leicht zu beschaffen.Wichtig sind dann aber auch richtigen Einstellungen: Die Sitzhöhe sollte so gewählt werden, dass sich die Sitzfläche auf Höhe der Kniekehlen befindet. Und wenn zwischen Sitzfläche und Kniekehle eine Handbreit Platz bleibt, dann ist auch die optimale Sitztiefe gefunden. Um den Rücken weiter zu entlasten sollten ausserdem variable Armlehnen vorhanden sein, auf denen die Ellenbogen entspannt abgestützt werden.

Haben Sie genug Freiraum, um wirken zu können?

Vor ein paar Jahren haben Luzerner ForscherInnen über eintausend Personen nach den Arbeitsbedingungen in ihren Büros befragt. Die Studienergebnisse zeigen über nahezu alle Themenblöcke hinweg, dass problematische Situationen mit der Anzahl an Personen in den Büros zunehmen. Insbesondere führen Umgebungsfaktoren wie Lärm durch Gespräche oder Geräte sowie Unterbrechungen des Arbeitsprozesses durch vorbeilaufende Personen zu Müdigkeit, Schlafstörungen, Absenzen und vielen weiteren Symptomen. Kleinraumbüros mit ausreichend Platz für jeden Arbeitsplatz sind deshalb immer vorzuziehen und die möglichen Symptome der Angestellten ernst zu nehmen.

Wie umweltfreundlich ist Ihre Büroeinrichtung?

Arbeitgeber können nachhaltiges Wirtschaften schon bei der Auswahl der Büroeinrichtung fördern. Eine niedrigschwellige Massnahme sind etwa Möbel aus Holz mit einer FSC-Zertifizierung. Dieser Standard zeigt Ihnen unter anderem, dass Forstgesetze eingehalten, die Rechte indigener Völker gewahrt und die Biodiversität im Forstbetrieb erhalten bleibt. Alternativ dazu können geeignete Lieferanten auch mit Hilfe von kostenpflichtigen CSR-Datenbanken wie EcoVadis ausgewählt werden. Dann entscheiden Sie selbst, welche Nachhaltigkeitsindikatoren wichtig sind und mit welchem Gewicht diese in den Vergleich der Lieferanten eingehen.

 

Über den Autor

Stefano

Stefano Cibien ist Geschäftsführer der gaerner AG. Bei gaerner gehen wir mit grünem Beispiel voran und bieten neben FSC-zertifizierten Büromöbeln auch CO2-kompensierte Produkte unserer Premiummarke Eurokraft Active Green sowie ein nachhaltiges Verpackungswesen und papierlose Rechnungserstellung an.

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